Verfasst von: sportsfreund1 | Januar 21, 2011

Bilder sinnvoll im Unterricht einsetzen…

 

Im Sportunterricht lernen mit Phasenzeichnungen, die Geografie Spaniens auf einer Karte visualisiert oder das Ziegenproblem mit einer Zeichnung besser verstehen.

„Begriffe ohne Veranschaulichung sind blind“ (Immanuel Kant).

Dieses Phänomen gilt jedoch auch umgekehrt: Ein Bild ohne Erläuterung kann in seiner Bedeutung geradezu nicht verstanden werden. Zu den kognitiven Funktionen von Bildern und Grafiken sei hier noch einmal die Tabelle aufgezeigt (Oestermeier, 2008, S. 3).

In der Praxis wird deutlich dass man immer eine sprachliche Zusatzinformation (5. Spalte) benötigt, um die kognitive Funktion in der Abbildung nutzen zu können, was vor allem für die Schule von besonderer Bedeutung ist. Man sollte Bilder also immer kommentieren und nicht einfach wortlos zeigen.

Bilder sollten unterstützend zum Text wirken oder ein besonderes Augenmerk schenken. Sie sollten also unterstützend zum Text wirken und damit eine Hilfestellung bieten, also weniger als Dekoration dienen. Jeder kennt wahrscheinlich das Phänomen, dass man beim Zeitung lesen erst die Bilder überfliegt und sich daraufhin überlegt, ob man den Text dazu liest. Häufiger Gedanke ist, dass man Bilder leichter versteht als einen Text. Jedoch beweisen Studien das Gegenteil. Bilder können sehr vielseitig genutzt werden. Bei der Verwendung eines Bildes sollten verschiedene didaktische Funktionen statischer Abbildungen beachtet werden. Bei den Richtlinien für eine Text-Bild-Kombination orientiert man sich an den linguistischen Standards, um ein Bild inhaltlich und didaktisch adäquat einzubinden. Bei der Verwendung eines Bildes in der Schule sollte man also auf Folgendes achten (vgl. Oestermeier, 2008, S. 22ff.):

–          Qualität (Verweisquellen beachten, sich immer die Frage stellen: Was soll die Visualisierung eigentlich zeigen?, immer verbalisieren)

–          Quantität (semantischen Gehalt beachten, Maximum an Daten und ein Minimum an Druckerschwärze)

–          Relevanz (Bezug zum Thema, besser nüchterne Strichzeichnungen als verwirrende künstlerische Bilder)

–          Modalität (unnötige Schwierigkeiten bei der kognitiven Verarbeitung vermeiden, Richtlinien dafür sind noch nicht weit genug ausgereift)

„Mit anderen Worten: Gute Bilder und Grafiken sollten vor allem relevant und problemadäquat sein, informativ und ehrlich. Alles andere ist zweitrangig (Oestermeier, 2008, S. 28).

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Responses

  1. Dein erster Satz: „Ein Bild ohne Erläuterung kann in seiner Bedeutung geradezu nicht verstanden werden.“ passt perfekt. Als ich auf deine Seite ging war meine erste Frage, wofür die ganzen Bilder stehen und ich habe einfach keinen Zusammenhang erkannt. Erst anhand des Textes ging mir ein Licht auf. Allerdings muss man auch sagen, dass oft nur kurze Kommentare unter Bildern ausreichen, es muss nicht eine ausführliche Erklärung sein.

  2. Ja du hast Rect manchmal reicht auch eine Minierklärung oder ein einziges Wort. Wenn ich länger darüber nachdenke, finde ich es auch interessant Bilder für den Unterricht unkommentiert zu verwenden und Zusammenhänge von den Schülern zu sammeln.


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